Die RA ist eine systemische Autoimmunerkrankung, von der 0,5–1 % der Bevölkerung betroffen sind und die mit einer entzündlichen und destruktiven Schädigung der Gelenkknorpel und Knochen einhergeht, was zu Bewegungseinschränkungen führen kann. Zur Überwachung der Krankheitsaktivität stehen verschiedene Skalen (z. B. DAS28) und bildgebende Verfahren zur Verfügung, doch spiegeln herkömmliche Entzündungsmarker das Ausmaß der Gelenkzerstörung nicht immer genau wider. Der Biomarker MMP-3 könnte eine vielversprechende Ergänzung für eine sensitivere Überwachung der Krankheitsaktivität und die Optimierung der Frühbehandlung darstellen.
Mithilfe der „Treat-to-Target“-Strategie lässt sich die mit RA verbundene Behinderung verringern und ein besseres Ansprechen auf die Therapie erzielen. Es wird empfohlen, die Krankheitsaktivität regelmäßig zu beurteilen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.
Zur Überwachung der Krankheitsaktivität und des Krankheitsverlaufs stehen mehrere Instrumente zur Verfügung (z. B. DAS28, SDAI, CDAI), die weit verbreitet sind und sowohl objektive als auch subjektive Elemente enthalten. Die strukturelle Schädigung, die den Krankheitsverlauf maßgeblich bestimmt, lässt sich mittels bildgebender Verfahren beurteilen.
Es sind zahlreiche Risikofaktoren für das radiologische Fortschreiten bekannt, darunter eine hohe Krankheitsaktivität, die anhand unspezifischer Entzündungsmarker wie der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), des C-reaktiven Proteins (CRP), Rheumafaktor (RF) und Seropositivität für Anti-Citrullin-Antikörper (ACPA; meist Anti-CCP). Es kann jedoch vorkommen, dass diese Parameter im Normbereich liegen, die Gelenkzerstörung jedoch fortschreitet, was die Notwendigkeit weiterer Biomarker nahelegt. In den letzten Jahrzehnten wurden erhebliche Fortschritte hinsichtlich der Verfügbarkeit von Therapien und validierten Skalen zur Krankheitsüberwachung sowie im Hinblick auf fachliche Empfehlungen und die „Treat-to-Target“-Strategie erzielt. Da Gelenkschäden irreversibel sind, kommt einer frühzeitigen und wirksamen Behandlung besondere Bedeutung zu. Die fachlichen Leitlinien haben das Erreichen einer Remission oder zumindest einer geringen Krankheitsaktivität zum Ziel gesetzt.
Merkmale:
Zur Diagnose oder zur Überprüfung des Therapieerfolgs müssen die Ergebnisse stets im Zusammenhang mit der Anamnese, den klinischen Untersuchungen und weiteren Befunden des Patienten gewertet werden!
Die Bestimmung des MMP-3-Spiegels ist im Rahmen der Selbstzahlung landesweit im folgenden SYNLAB-Blutentnahmnetzwerk sowie bei allen privaten Gesundheitsdienstleistern verfügbar, die einen Vertrag mit SYNLAB haben.